PR-Ethik-Rat präsentiert österreichweit ersten Leitfaden zu Content Marketing und neuen Online-Kodex

Den ersten Leitfaden für Content Marketing-Produkte und die Überarbeitung des Online-Kodex präsentiert der österreichische PR-Ethik-Rat in seinem Jubiläumsjahr 2018. MedienkonsumentInnen sollen damit besser zwischen redaktionellen und werblichen Inhalten in Print-, Online- und AV-Medien unterscheiden können. Der Branche stellt der PREthik-Rat damit eine dringend benötigte Orientierungshilfe für den ethisch korrekten Umgang mit Content Marketing zur Verfügung. Nach dem 2016 vorgestellten, 2017 international ratifizierten und nun aktualisierten Online-Kodex erschließt der PR-Ethik-Rat nun mit Content Marketing ein weiteres, bislang ungeregeltes, Betätigungsfeld der Kommunikationsbranche. Seit seiner Gründung im Jahr 2008 setzt sich der PR-Ethik-Rat für mehr Transparenz in der professionellen Medien- und Kommunikationsarbeit ein. Rund 200 Beschwerdefälle wurden seitdem bearbeitet, darunter aufsehenerregende Fälle wie die Pistenraupen-PR-Aktion des Tourismusverbandes Seefeld in Tirol und die Social Media-Postings im Zusammenhang mit der Agentur MHoch3.

PR-Ethik-Rat mit neuen Ratsmitgliedern und Universitäts-Lehrveranstaltung

Drei neue Kommunikationsexpertinnen verstärken ab sofort den PR-Ethik-Rat: Mag. Livia Dandrea-Böhm (A1 Telekom Austria), Pamina Hofstädter (Kurier Digital) und Mag. Daniela Winnicki (Bayer Austria) sind ab sofort neue Ratsmitglieder im PR-Ethik-Rat. Damit erweitert das Gremium der freiwilligen Selbstkontrolle der österreichischen PR-Branche seine Expertise um Fachkompetenz aus den Bereichen Unternehmenskommunikation und Online-Medien. Inhaltlich erweitert der PR-Ethik-Rat seine Schwerpunkte neben der Erarbeitung von Branchen-Leitlinien und der Bearbeitung von Beschwerdefällen aus dem PR-Bereich verstärkt um das Thema Ausbildung: Im Rahmen einer regelmäßigen Lehrveranstaltung an der Universität Wien im Sommersemester 2018 wird der Rat den Studierenden kommunikationsethische Handlungsfelder näherbringen und verankert damit die PR-Ethik in der Ausbildung.

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Pressefoto Mag. Livia Dandrea-Böhm (Copyright A1)

Pressefoto Pamina Hofstädter (Copyright Gerhard Deutsch / KURIER)

Pressefoto Mag. Daniela Winnicki (Copyright Bayer Austria / Roland Unger)

Österreichischer PR-Ethik-Rat mit neuem Vorsitz

Neuer Vorsitz beim österreichischen PR-Ethik-Rat: Prof. Dr. Sabine Einwiller, Professorin am Institut für Publizistik an der Universität Wien und seit 2016 im Rat, ist neue Vorsitzende des Gremiums. Den stellvertretenden Vorsitz hat Peter Kleemann, MAS, Unternehmenssprecher der Flughafen Wien AG und seit 2015 im Rat, übernommen. Wesentliche Schwerpunkte für 2018 liegen neben der kommunikationsethischen Kontrolle von klassischen PR- und Medienaktivitäten vor allem auf Online-Kommunikation, Content Marketing und Ausbildung.

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Pressefoto Sabine Einwiller (.jpeg/2MB)

Pressefoto Peter Kleemann (Copyright: Flughafen Wien AG) (.jpeg/4MB)

PR-Ethik-Rat bilanziert zahlreiche Verstöße gegen den Online-Kodex im Nationalrats-Wahlkampf

Der österreichische PR-Ethik-Rat hat den Wahlkampf zur österreichischen Nationalratswahl 2017 auf Verstöße gegen den Kodex für digitale Kommunikation analysiert. Das Resümee: mangelnde Absendertransparenz, Vernachlässigung der Verpflichtung zu fairer und respektvoller Kommunikation, mangelnde Einhaltung journalistischer Prinzipien sowie unzureichende Verantwortung bei Social Media-Auftritten, sowohl von Seiten der Arbeitgeber als auch teilweise bei der beteiligten Agentur bzw. den beteiligten Umsetzern.

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Internationaler PR-Verband ICCO setzt auf österreichischen Online-Kodex des PR-Ethik-Rats

Österreichische Expertise für die weltweite Kommunikations-Branche: Der internationale Public Relations-Verband ICCO hat dem Online-Kodex des österreichischen PR-Ethik-Rats den Status als „Global Recommendation Paper“ zuerkannt. Alle ICCO-Mitglieder – 39 nationale PR-Verbände und mehrere globale Netzwerk-Agenturen, die mehr als 2.500 PR-Agenturen in 55 Ländern repräsentieren – sind damit angehalten, sich in ihren Online-Aktivitäten an der österreichischen Unterlage zu orientieren und darauf basierend Guidelines für digitale Kommunikation zu entwerfen bzw. zu adaptieren. Der österreichische Branchenverband PRVA hat den Online-Kodex ebenfalls bereits ratifiziert.

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Kampf gegen Intransparenz in digitalen Medien – Digitalkodex des PR-Ethik-Rates als Erfolg

Der Österreichische PR-Ethik-Rat ist in seiner Tätigkeit zunehmend mit unzureichender Absendertransparenz in digitalen Medien konfrontiert. Immer mehr Beschwerden betreffen einerseits inhaltliche Übergriffe und andererseits Intransparenz von Absichten und Absendern in Online-Medien. Der im September des letzten Jahres vom PR-Ethik-Rat als Hilfestellung für Praktiker veröffentlichte „Kodex für Digitale Kommunikation“ scheint Wirkung zu zeigen.

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PR-Ethik-Rat rügt Tourismusverband Seefeld: Als Werbegag geplante Irrfahrt einer Pistenraupe führte zu Irreführung von Medien und MedienkonsumentInnen

Die Irrfahrt einer Pistenraupe, die nach Seefeld in Norddeutschland anstatt in den gleichnamigen Ort in Tirol geliefert wurde, ging mehrere Tage durch die österreichischen und deutschen Medien. Bis sich herausstellte, dass es sich nicht um ein echtes Versehen, sondern einen Werbegag handelte. Zahlreiche Medien fühlten sich in die Irre geleitet und reagierten verärgert. Der PR-Ethik-Rat prüfte den Sachverhalt und spricht nun eine Rüge gegenüber dem verantwortlichen Tourismusverband Olympiaregion Seefeld aus.

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OGH-Urteil leistet Koppelungsgeschäften und damit Lesertäuschung Vorschub und unterminiert die zentrale Korrektivrolle der Medien

Das am 26.9.2016 gefällte und kürzlich publizierte Urteil des Obersten Gerichtshofs zum Thema Gefälligkeitsberichterstattung wird vom Österreichischen PR-Ethik-Rat aus mehreren Gründen als sehr kritisch gesehen. Es unterminiert die zentrale Korrektivrolle der Medien und ist damit demokratiepolitisch bedenklich. Nach der bisherigen Judikatur wurde unbezahlte Werbung in Gestalt redaktioneller Berichterstattung zutreffend als unzulässige Täuschung des Publikums beurteilt. Das Abgehen von dieser Judikaturlinie ist ein politisch falsches Statement und ein Schlag ins Gesicht jeder Medienethik.

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